Hitzewallungen in den Wechseljahren

Hitzewallungen und Schweißausbrüche verbinden die meisten Frauen unmittelbar mit den Wechseljahren. Diese Hitzeattacken plagen tatsächlich fast jede zweite Frauen in den Wechseljahren. Bei den meisten Frauen sind die Wallungen etwa zwölf Monate nach der letzten Blutung am ausgeprägtesten, dann nehmen sie langsam wieder ab. Nach ein oder zwei Jahren verschwinden sie meist von alleine.

Was sind Hitzewallungen?

Hitzewallungen sind unangenehmen Hitzeschübe. Diese werden meist als unvermittelte Hitzewelle erlebt, die von der Brust, manchmal auch von den Beinen oder vom Bauch aus über den Hals in den Kopf schiesst. Die Hitze hält oft einige Momente an. Das Herz klopft verstärkt und der Puls ist erhöht.Oft kündigen sie sich durch ein Druckgefühl im Kopf oder ein diffuses Unbehagen an.

Hitzewallungen können Frauen in den Wechseljahren drei- bis 20-mal am Tag überfallen.

Wenn einen plötzlich eine solche Hitzewelle überrollt, liegt dass daran, dass sich die Blutgefäße plötzlich weiten und die Durchblutung in den äußeren (peripheren) Körperregionen zunimmt. In der Folge rötet sich die Haut, die Hauttemperatur steigt, und den Frauen bricht der Schweiß aus. Später kehrt sich das Ganze dann um: Durch das  Schwitzen und den Abfall der Körperkerntemperatur beginnen die betroffenen Frauen nach einer Hitzewallung oft zu frieren.

Oft werden die Hitzewallungen von Herzklopfen begleitet. Dies ist eine natürliche Reaktion des Kreislaufs. Meist beruhigt sich der Herzschlag schnell wieder. Die Hitzeschübe können auch nachts auftreten.

Wieso kommt es in den Wechseljahren zu Hitzewallungen?

Der genaue Mechanismus, wie es in den Wechseljahren zu den Hitzeschüben kommt, ist noch unklar.  Es wird vermutet, dass die hormonellen Umstellungen (Östrogen- und Progesteronabfall) und andere, zum Teil noch nicht bekannte Faktoren das Temperaturzentrum im Gehirn aus dem Takt bringen.

Pflanzenheilkunde hilft bei Hitzwallungen

Salbei (Salvia officinalis)

Salbei wirkt schweißhemmend und reguliert die Körpertemperatur. Die Anwendung bietet sich als Tee an.

Traubensilberkerze (Cimicifuga racemosa)

Die Silberkerze gleicht auf sanfte Weise den Östrogenmangel aus.

Granatapfel (punica granatum)

Granatpfelsamen wirken östrogenartig.

Kneipp hilft bei Hitzewallungen

Kühler Unterarmguß

Halte immer wieder die Pulsstellen am Handgelenk unter den Wasserhahn mit kühlem Wasser.

Wechselduschen

Zwei Minuten warm, danach ganz kurz kalt abbrausen, wiederholen (warm, kalt, warm, kalt). Beginne am rechten Fuß, Bein, dann linker Fuß, Bein, über zum rechten Arm zum linken Arm, in den Nacken zum Gesicht.

Bürstenmassagen

Die trockene Massage wird am besten am frühen Morgen durchgeführt. Hierbei massierst du mit einer Massagebürste mit kleinen kreisenden Bewegungen beginnend am rechten Fuß.

Wechselwarmes Fußbad

Du benötigst zwei Eimer oder Fußbadewannen. Die eine Wanne befüllst du mit kalten Wasser (12 – 18 Grad), die andere Wanne mit warmen Wasser temperiert auf 38 Grad. Zuerst tauchst du beide Beine 5 Minuten in das warme Wasser, dann 20 Sekunden in das kalte Wasser. Einmal wiederholen. Danach abtrocknen und ins warme Bett legen.

Ayurveda bei Hitzewallungen

Rosenwasser

Der Ayurveda empfiehlt, bis zu fünfmal täglich Rosenwasser zu trinken. Gib je nach Geschmack 1-2 TL Rosenwasser in ein Glas Wasser.

Aloe Vera 

Trinke täglich 1-3 Schnapsgläser Aloe Vera Saft.

Grün statt rot

Bevorzuge grünes Gemüse dem roten Gemüse

Kühlende Düfte

Verwöhne deinen Körper mit Rosen- oder Sandelholzöl.

Meide Verstärker bei Hitzewallungen

Auch noch andere Faktoren die Hitzewallungen begünstigen. Sie betreffen eher den Lebensstil. Wie zum Beispiel

  • Kaffee, schwarzer Tee, Alkohol
  • stark gewürzte Speisen
  • schwer verdauliches Essen
  • zu heiße Speisen und Getränke
  • Übergewicht
  • Stress
  • zu warme Schlafumgebung
  • falsche Kleidung (zu dick, nicht aus Naturfasern)