Lactoseintoleranz

Was Lactose ist.

Der Deutsche Name Milchzucker verdeutlicht das natürliche Vorkommen als wichtigstes Kohlenhydrat in der Milch sowie in den daraus hergestellten Produkten.

Mit einem Lactosegehalt von 7 % besitzt die menschliche Muttermilch den höchsten Lactosegehalt. (vgl. Kuhmilch mit 4,7%, Ziegenmilch 4,2% , Stutenmilch 6,2%)

Lactose ist nicht nur in Milchprodukten zu finden. Für die Lebensmittelindustrie ist Lactose aufgrund seiner technologischen Eigenschaften ein wichtiger Hilfsstoff, der in der Produktion einer Vielzahl von Fertigerzeugnissen verwendet wird.  So findet man die Lactose u.a. als Bräunungsmittel in der Herstellung von Backwaren sowie als Zusatz zu Fertiggerichten oder Wursterzeugnissen .

Bezeichnungen im Zutatenverzeichnis,  die auf Laktose in Lebensmitteln hinweisen:

  • Butter
  • Lactose/Laktose, Lactosemonohydrat
  • Milcherzeugnis, milchhaltig
  • Milchzucker, Molke(pulver)
  • (Voll-/Mager-)Milch, (Voll-/Mager-)Milchpulver
  • Käse, Käsezubereitung
  • Rahm(-pulver9, Sahne(-pulver), rahmhaltig
  • Schokolade

 

Verschiedenste Ursachen sind möglich, die zu einer Lactoseinteroleranz führen.

Wir unterscheiden primäre und sekundäre Formen der Lactoseintoleranz.

Primäre Formen:

Die endemische Lactoseintoleranz von der 70 % der erwachsenen Weltbevölkerung betroffen sind, ist die am weitesten verbreitete Form. Hintergründe sind genetische und evolutionäre Entwicklungen.

Die entwicklungsbedingte Lactoseintoleranz ist nur bei Frühgeborenen zu beobachten und tritt sehr Sekten auf.

Bei einem primär kongenitaler Lactasemangel fehlt dem Säugling bereits nach der Geburt jegliche Lactaseaktivität. Hier handelt es sich um eine vererbbare Erkrankung.

Sekundäre Formen:

Meist liegt hier eine Schädigung der Oberfläche des Dünndarmepithels vor. Lactase wird an den Darmzotten ausgeprägt. Liegt eine Veränderung durch Darmerkrankungen vor, führt dies zu einem Verlust der Enzymaktivität.

Häufige Ursachen sind:

  • Infektiöse Enteritis
  • Parasiten
  • Zöliakie
  • Chronisch-entzündliche Darmerkrankung
  • Kurzdarmsyndrom
  • Chronischer Alkoholabusus
  • Mangelernährung
  • Bakterielle Fehlbesiedlung

 

Eine primäre Lactoseintoleranz ist als Erkrankung genetisch bedingt und ursächlich nicht heilbar. Hier besteht die Maßnahme darin, den Milchzuckeranteil in der Ernährung auf ein geringes Maß zu reduzieren.

Die sekundäre Form jedoch, gilt als grundsätzlich reversibel. Ist die Grundkrankheit, etwa eine Darmentzündung therapiert, klingt sie ab. In seltenen Fällen kann sie auch chronisch werden, das hängt immer von der Schwere der auslösenden Erkrankung ab.

 

So wird eine Lactoseintoleranz diagnostiziert. Erst im Eigentest, dann über einen Mediziner oder Heilpraktiker.

*Selbsttest: Trinke morgens nüchtern 250 ml Milch (entspricht 12,5g Laktose). Treten während der folgenden drei Stunden, Bauchschmerzen, Diarrhö oder Blähungen auf, kann dies ein Indiz sein. Liegen kein Beschweren vor, wiederhole den Test innerhalb der nächsten Tag.

*Lactosetoleranztest: Hier handelt es sich. Um ein diagnostisches Verfahren, das analog zum oralen Glucosetoleranztest zur Bestimmung eines Diabetes mellitus durchgeführt wird.  Hier werden in bestimmten Abständen Blutzucker gemessen : Nüchtern -, nach Verabreichung einer Lactaselösung, nach  30, 60,9 0 und 120 Minuten erfolgen Blutentnahmen mit anschliessender Bestimmung der Serum-Glucose. Der Test wird in der Praxis kaum durchgeführt.

*Wasserstoffatemtest: Hier wird die Wasserstoffkonzentration im Nüchternzustand und jeweils 30-minütigen Abständen bis zu zwei Stunden nach Verabreichung von 50 g Lactose gemessen. Der Test gilt als Standard in der Diagnostik. Wer ist einfach in der Durchführung, nur mit einer geringen Belastung für den Patienten verbunden und besitzt ein hohes Maß an Zuverlässigkeit.

Die primäre Lactoseintoleranz ist als Erkrankung ursächlich nicht behandelbar und somit nicht heilbar. Die wichtigste therapeutische Maßnahme besteht darin, den Milchzuckeranteil in der Ernährung auf ein verträgliches Maß zu reduzieren.

Die sekundäre Form jedoch, gilt als grundsätzlich reversibel. Ist die Grundkrankheit, etwa eine Darmentzündung therapiert, klingt sie ab. In seltenen Fällen kann sie auch chronisch werden, das hängt immer von der Schwere der auslösenden Erkrankung ab.

Eine Lactoseintoleranz ist diejenige Nahrungsmittelunverträglichkeit, die für den Betroffenen im Alltag am wenigsten Einschränkungen mit sich bringt.

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Mit einer üblichen Ernährung nimmt ein Erwachsener in Deutschland täglich ca. 20 – 30g Laktose zu sich. Je nach Ausmaß der Lastase-Restaktivität kann eine Beschwerdefreiheit mit einer lactosearmen Diät (8-10g Lactose/Tag) oder erst mit einer lactosenfreien Ernährung (<0,1g Lactose/Tag) erreicht werden.

Die Restaktivität der Lactase ist individuell sehr unterschiedlich.

Nach der Diagnose solltest zunächst deine individuelle Lactosetoleranzschwelle ermitteln. Am besten führst du ein Ernährungs- und Symptomtagebuch.

Du kannst so vorgehen:

  • Einige Tage lang eine streng lactosefreie Diät: du vermeidest jegliche Lebensmittel, die versteckte Lactose enthält
  • Nach mindestens drei Tagen kannst du sukzessive Lebensmittel mit steigendem Lactosegehalt verzehren
  • Beim Auftreten nicht akzeptabler Beschwerden ist die individuelle Verträglichkeitsgrenze erreicht

Nun kennst du deine Toleranz. Du darfst jetzt deine Nahrungsmittelaufnahme gut beobachten und in deinen Körper fühlen. Wieviel von welchen Lactosehaltigen-Nahrungsmitteln darf ich essen, um mich noch gut zu fühlen?

Natürlich können dir auch lactosefreie Lebensmittel helfen.

Was kannst du tun, wenn du bei einer Esseneinladung schwer abzuschätzen kannst, wieviel Lactose enthalten ist? Hier kannst du ein Lactase-Präperat einnehmen. Durch die Einnahme zeitgleich mit der lactosehaltigen Mahlzeit oder unmittelbar davor, lässt sich der Enzymmangel kurzzeitig kompensieren.  Dies stellt jedoch keine dauerhafte, gleichwertige Alternative dar.

Dies ist nur eine grobe Übersicht an therapeutischen Möglichkeiten. Selbstverständlich ersetzt dies nich ein persönliche Beratung  mit einem Heilpraktiker, Arzt oder Ernährungsfachkraft.

Herzlichst, Katrin