Der Mönchspfeffer, Keuschlamm oder Vitex agnus-castus

Kurzer Steckbrief

Eine wichtige Heilpflanze zur Regulierung des Hormongleichgewichts ist der Mönchspfefffer, auch: Keuschlamm, auch: Vitex agnus-castus genannt.

In unseren deutschen Gärten findet er Platz. Ursprünlich erstreckt sich sein Verbreitungsraum vom Mittelmeerraum über Südwestasien bis zur Krim. Sonne und Wärme liebt der Schmetterlingsmagnet.  Bis zu 6 m groß darf er in die Höhe wachsen.

Der deutsche Name Mönchspfeffer stammt wohl aus der Zeit, als einst Mönche in Klöstern ihre Libido zu unterdrücken versuchten. Die  Früchte des Mönchspfeffers, schienen dabei zu helfen.  Man sagt diesen eine antiaphrodisierende Wirkung zu.

 

Wirkungsweise

Der Mönchspfeffer ist eine Heilpflanze, die die Produktion des Hormons Progesteron fördert.

 

Anwendungsgebiete

Für Frauen bietet er ein breites Anwendungsspektrum:

  • bei PMS (prämenstruellen Syndrom)
  • bei Rhythmusstörungen der Menstruatuonsblutung
  • bei Spannungs- und Schwellungsgefühl in den Brüsten
  • bei Kinderwunsch
  • bei Wechseljahresbeschwerden
  • Zur Regulierung eines hormonellen Ungleichgewichts

Verwendung

Beim ersten Mal verwendet, darf Geduld aufgebracht werden. Denn seine ganze Wirkung entfaltet sich erst, wenn er über mindestens drei Monate regelmäßig eingenommen wird.

Auch bei Mönchspfeffer können, wie bei anderen Medikamenten, Nebenwirkungen wie Kopfschmerzen oder Übelkeit auftreten.

Mönchspfeffer ist als Fertigpräparat in Form von Kapseln, Tees oder Tropfen erhältlich.

 

Vorsicht

Bei Überempfindlichkeit, während der Schwangerschaft und der Stillzeit ist Mönchspfeffer kontraindiziert.

Mönchspfefferfrüchte haben eine dopaminerge Wirkung; bei gleichzeitiger Einnahme von Dopamin-Rezeptor-Antagonisten kann es deshalb zur gegenseitigen Wirkungsabschwächung kommen.