Östrogendominanz

Was ist eine Östrogendominanz?

Östrogen ist DAS Frauen-Hormon. (ja, Männer haben auch was davon.) Östrogen ist eigentlich nicht nur ein Hormon.  Es handelt sich vielmehr um eine Hormongruppe, mit Hormonen wie dem Östron, Östradiol und Östriol.

Wenn du zu viel Östrogen hast, sprechen wir von einer Östrogendominanz. Dies wird in Relation zu deinem Progesteron gesehen.

Arten der Östrogendominanz

Absolute Östrogendominanz

Östrogen ist zu hoch, Progesteron ist normal

Relative Östrogendominanz 1

Östrogen ist zu niedrig, Progesteron ist zu niedrig

Relative Östrogendominanz 2

Östrogen ist normal, Progesteron ist zu niedrig

 

Symptome der Östrogendominanz

 

Ursachen der Östrogendominanz

Es gibt nicht DIE Ursache für eine Östrogendominanz. Unterschiedlichste Faktoren können das Östrogen Progesteron Verhältnis beeinflussen.

Der Östrogenspiegel steigt an 

 

  • bei einem mangelnden Abbau und einer mangelhaften Ausscheidung
  • bei einer vermehrten Produktion

Eine Kombination aus beiden Faktoren ist oft gegeben.

Dein Körper produziert zu viel Östrogen, erhält zu viel Fremdöstrogene von außen und / oder kann die Östrogene nicht abbauen oder ausscheiden.

 

Chronischer Stress

Stress, von außen oder innen, belastet die Nebennieren enorm.  In der Folge produzieren diese nicht mehr ausreichend, darunter, wenn auch ein geringer Teil,  das Progesteron. Auch die sonstige Progesteronproduktion, die vorwiegend im Eierstock stattfindet, ist von dauerhaftem Stress beeinträchtigt.

Ernährung

Eine Ernährungsform, die den Blutzuckerspiegel in die Höhe treibt, die Entzündungen fördert und wenig Nährstoffe bereitstellt unterstützt die Östrogendominanz.

Fremdöstrogene/Xenoöstrogene

Hier stehen die Pille und Hormonspirale an erster Stelle. Sie enthalten synthetisches Östrogen und Progesteron. Unmittelbar ist die Anwenderin betroffen. Jedoch darf man darüber nachdenken, dass die aufgenommenen synthetischen Hormone kaum verändert wieder ausgeschieden werden und damit im Trinkwasser landen. Somit ist auch Nichtanwenderin betroffen.

Auch Hormone, die in der konventionellen Tiermast eingesetzt werden, nehmen wir über die Nahrung auf.  Bio-Fleisch ist auch davon betroffen, denn durch das kontaminierte Grundwasser gelangen die Hormone in die Tiere.

Aber auch in Kosmetika und Reinigungsmitteln sind Xenoöstrogene in Verwendung.

Hormonelle Übergangszeiten

Im Verlauf der Pubertät ist eine vorübergehende Östrogendominanz übrigens auch relativ normal, während in den fruchtbaren Jahren zwischen Pubertät und Wechseljahren das Gleichgewicht zwischen Progesteron und Östrogenen normalerweise ausgewogen sein sollte.

Zu Beginn der Wechseljahre beginnt meist eine gewisse Östrogendominanz. Durch die Hormonumstellung des Klimakteriuns lässt die Progesteronproduktion nach, während die Östrogenproduktion noch weitgehend normal oder leicht verringert ist. Das Ungleichgewicht entsteht.


Die kranke Leber

Die Leber stellt zwar keine Hormone her, ist jedoch für den Hormonabbau verantwortlich. Ist  die Leber überlastet, kann sie dieser Arbeit nicht mehr nachkommen.

 

Nährstoffmangel

Vitamin B6, Vitamin B12, Vitamin C, Vitamin E, Selen und Magnesium sind nötig für den Östrogen-Abbau.

Starkes Übergewicht

Fettzellen können Östrogen produzieren. Die Östrogendominanz ihrerseits fördert das Übergewicht, sodass es zu einem Teufelskreis kommt.

 

 

Erste Hilfe bei Östrogendominanz

 

Meide Fremdöstrogene/Xenoöstrogene

  • Verwende Bio-Lebensmittel
  • Verwende, wenn Plastik, dann BPA-freie Plastik-Produkte
  • Verwende natürliche Reinigungsmittel
  • Verwende Naturkosmetik > Code-Check-App hilft dir,  die Inhaltsstoffe deiner Kosmetika zu interpretieren
  • Filtere Dein Trinkwasser

Hierzu wird es  in der nächsten Zeit einen ausführlichen Blogpost mit Empfehlungen geben.

 

Ernähre Dich „hormonfreundlich“

Eine ausgewogene Ernährung, lindert die Beschwerden durch eine Östrogendominanz.

Empfehlenswerte Nahrungsmittel sind:

  • Frisches Gemüse, vor allem Karotten, Salat, Sprossen
  • Obst
  • Vollwertiges Getreide
  • Kartoffeln
  • Eier
  • Geflügel
  • Fisch
  • Kaltgepresste Öle
  • Milchprodukte in Maßen

 

Nach Möglichkeit sollte man folgende Nahrungsmittel weitgehend meiden:

  • Süßigkeiten, Fabrikzucker
  • Billig-Fleisch unklarer Herkunft

 

Bewege Dich moderat

Regelmäßige moderate Bewegung ist enorm wichtig.Als Sportarten bieten sich Ausdauersportarten wie Radfahren, Wandern, Walking oder Schwimmen an. Auch Gartenarbeit oder Hundespaziergänge sind wunderbar geeignet. Wer lieber mit anderen Menschen in Bewegung ist, kann auch alle Arten von Mannschaftssportarten betreiben.

Unterstütze Deine Leber

Meide Giftstoffe, und du hilfst deiner Leber sehr.

Ein Leberwickel ist immer eine gute und einfache Idee. Ein Handtuch wird mehrfach gefaltet, in heißes (nicht kochendes!) Wasser getaucht, gut ausgewrungen und dann unterhalb des rechten Rippenbogens aufgelegt.  Eine Wärmflasche  darauflegen und das Ganze mit einem trockenen Wolltuch großflächig abdecken.